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    Das „gute“ Geschirr

    Wer kennt das nicht, zum Familiengeburtstag wird das „gute“ Geschirr rausgeholt und zum Kaffeeklatsch und -Tratsch bei der Großmutter stehen die teuren Sammeltassen auf dem Tisch? Die Unterscheidung zwischen Alltagsgeschirr und „gutem“ Porzellan wird zum einen über den materiellen und zum anderen über den emotionalen Wert, den das jeweilige Service für den Besitzer hat, entschieden. In jedem Fall handelt es sich aber um einen Gebrauchsgegenstand, der dem Anlass entsprechend „gebraucht“ wird. Während ich diese Tradition des „guten“ Geschirrs unglaublich genieße, kann ich die Faszination für Porzellan als Kunstobjekt mitunter nur schwer nachzuvollziehen. Ein an der Wand hängender Teller ist für mich genauso suspekt wie ein WC im Museum, wobei Duchamps…