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Rausch in der Literatur: von Gautier bis Cocteau
Der Drogenkonsum vieler Künstler ist ein offenes Geheimnis. Was oftmals als Quelle der Inspiration oder als reiner Zeitvertreib zum bloßen Vergnügen beginnt, endet für viele in der Abhängigkeit und der finalen Katastrophe. Es wäre müßig, die Namen der zahlreichen Künstler aufzuzählen, die den Drogentod gestorben sind. Viele darunter ließen sich nicht nur von der Wirkung des Rausches inspirieren, sondern verarbeiteten ihren Drogenmissbrauch thematisch in ihren Werken. Der französische Schriftsteller, Maler und Regisseur Jean Cocteau schildert in seinem Journal d’une désintoxication (‚Opium/Ein Tagebuch‘) aus dem Jahr 1930 seine Opiumsucht während eines Entzugsaufenthalts von 1928 in einer Klinik in Saint-Cloud. Cocteau beschreibt darin die Droge als „extremen Schlaf“; Opium, das sei die…
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Textile Rebellion
Nietenbesetzte Lederjacken, neonfarbener Irokesenschnitt, tätowierte Haut und Sicherheitsnadeln an allen möglichen und unmöglichen Körperstellen. Wohl eines der geläufigsten Stereotype, das wir mit Punk assoziieren. An die vierzig Jahre ist es mittlerweile her, seit der Journalist Legs McNeil die Hausmauern in Downtown New York mit Plakaten tapezierte, auf denen er ankündigte „Watch Out! Punk is coming!“. Doch noch immer ist die Enstehungsgeschichte, vor allem aber die Bedeutung des Punk umstritten. Handelt es sich dabei um eine Musikbewegung? Ist es eine Jugendkultur? Oder aber liegen die Wurzeln des Punk in einer politisch motivierten Rebellion gegen das gesellschaftliche System der 1970er Jahre? Und wer hat den Punk eigentlich erfunden? War es Sex Pistols-Manager…






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