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Ichundichundich
Seit jeher hat sich der Mensch mit seiner eigenen Physiognomie auseinandergesetzt und immer wieder künstlerische Abbilder geschaffen, in denen er sein Ich und das Ich seiner Mitmenschen wiedergibt. Mit der Erfindung des Spiegels hat er nun erstmals die Gelegenheit, sein individuelles Antlitz, zu beobachten und zu erforschen, wann immer er möchte. Seither beschäftigen sich Künstler weltweit mit ihrer persönlichen Erscheinung und überlegen, wie sich diese unverkennbar und ausdrucksstark darstellen lässt. In ihrer Selbstdarstellung sind sie sowohl Urheber als auch Modell, wodurch sich der Kreis zwischen beobachten und beobachtet-werden schließt. Daher können Selbstbildnisse wie Autobiographien gelesen werden, die uns ein Stück weit die Identität des Künstlers offenbaren. Noch bis zum 8.…
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I am a Surrealist – Wer interessieren will, muss provozieren (Salvador Dalí)
Die surrealistische Kunst ist ein einziges Denkspiel, da werden Dinge zusammengeworfen, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören, offensichtliche Beziehungen dagegen werden hinterfragt: Die Abbildung der Pfeife macht nach René Margritte (1898-1976) noch lange keine Pfeife (Ceci n’est pas une pipe, 1929), der Blick in den Spiegel zeigt nichts weiter als unseren Rücken, es regnet Männer mit Hüten, wir drehen uns im Kreis, können das Rätsel nicht lösen und die Zeit schmilzt uns davon. Erfolgreicher als René Margritte war nur Salvador Dalí (1904-1989). Er bewies schon früh, dass er ein unglaubliches zeichnerisches Talent besaß, als 18-Jähriger begann er sein Studium an der Academia de San Fernando (School of…






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