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Goya, der Visionär menschlicher Albträume
Francisco de Goya (1746-1828), bekannt als „Künstler des Schreckens“, beschäftigte sich eindringlich mit den sozialen und politischen Umständen seiner Zeit und fand dafür teilweise drastische und ungeheuerliche Ausdrucksweisen in seinen Gemälden und Druckgrafiken. Goya verwendet in seinen Bildern das Stilmittel Groteske, wodurch seine übersteigerten Darstellungen der Realität auf den Betrachter schaurig wirken. Seine Pinturas negras (Schwarze Bilder) sind ein eindrucksvolles Beispiel seines Œuvres, in denen sich die düsteren Fantasien des Malers mit den bedrückenden Zeitumständen vermischen. In seiner grafischen Serie Caprichos (übersetzt mit Launen; Einfälle) schuf Goya insgesamt 80 Bildtafeln, in denen er sich kritisch mit den Ehesitten, der Erziehung, der Prostitution und dem Aberglauben seiner Zeit auseinandersetzte. Darüber hinaus…
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Kontroversen bei Goya
In der Kunstgeschichte sind es vor allem die kontroversen Diskussionen, die diese mitunter als verstaubt geltende Wissenschaft immer wieder spannend werden lassen. Neben Urheberschaft und Interpretationsvarianten verleiten auch sozialkritische Werke immer zu umfangreichen Debatten. Ein solches sozialkritisches Werk ist Los Caprichos, Druckgrafiken aus den Jahren 1793 bis 1799, das sich mit den Ehesitten seiner Zeit kritisch auseinandersetzt, das die Erziehung, die Prostitution und den Aberglauben thematisiert und nicht nur den klerikalen Machtmissbrauch mit Hilfe der Inquisition, sondern auch den Adel und die Regierung gezielt angreift. In 80 Blättern entwirft Francisco de Goya (1746-1828) Sittenbilder seiner Zeit, die er nach nur wenigen Tagen wieder aus dem Verkauf zurückzieht, weil er selbst…






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