„Hopfen und Malz – Gott erhalt‘s!“

Es geht doch eigentlich nichts über ein kühles, frisch gezapftes Bier an einem heißen Sommertag an der Elbe, im Biergarten oder bei Freunden. Und während bei uns Pils und Hefeweizen ganz besonders beliebt sind, trink man im Pub im schönen Irland schon eher ein Lager, Irish red ale oder das traditionelle Guinness. Doch was hat diese Traditionsbrauerei mit dem Niederländer Rembrandt van Rijn (1606-1669), dem Engländer Thomas Gainsborough (1727-1788) und dem Flamen Anthonis van Dyck (1599-1641) gemeinsam? Edward Cecil Guinness, 1st Earl of Iveagh (1847–1927), der zwar nicht der Gründer, aber der Erbe des Familienunternehmens und nicht nur im Bierbrauen recht erfolgreich war.

Mit seinen hauptsächlich in den Jahren 1887 bis 1891 angekauften Werken englischer, flämischer und niederländischer Künstler des 17. bis 19. Jahrhunderts bestimmte er neben den Bankiers Rothschild, John Pierpont Morgan (1837-1913) und Henry Clay Frick (1849-1919) den Kunstmarkt und -geschmack seiner Zeit. Die für die damalige englische Aristokratie typische Kunstsammlung umfasst zahlreiche Porträts von Rembrandt bis Gainsborough sowie Seestücke von William Turner (1775-1851) und Aelbert Jacobszoon Cuyp (1620-1691). Zur Unterbringung seiner umfangreichen Sammlung von Landschaften und Porträts erwarb Edward Cecil Guinness 1925 Kenwood House in London, welches kurz nach seinem Tod 1927 der Öffentlichkeit als Museum zugänglich gemacht wurde.

 

Rembrandt van Rijn, Selbstporträt, ca. 1665.
Öl auf Leinwand, 114,3 x 94 cm.
English Heritage, Iveagh Bequest, Kenwood House.

 

Im Zusammenhang weitreichender Renovierungsmaßnahmen am Kenwood House sind nun 48 Werke einer der bedeutensten englischen Sammlungen, dem Iveagh Bequest, auf Amerika-Reise. Die Ausstellung Rembrandt, van Dyck, Gainsborough: The Treasures of Kenwood House, London ist noch bis zum 13. Januar 2013 im Milwaukee Art Museum zu sehen, bevor sie dann weiter ins Seattle Art Museum und zum Arkansas Art Center zieht.

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