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Rivalen unter sich
Ein die Renaissance charakterisierendes Thema war die Auseinandersetzung mit der Antike. Man entdeckte das antike Erbe durch erste archäologische Ausgrabungsfunde und deren Dokumentation wieder, die die Künstler inspirierten, sich fortan am antiken Schönheitsideal zu orientieren. Zu dieser Zeit gehörten zu den herausragenden Genies die Italiener Raffael da Urbino, Michelangelo Buonarotti und Leonardo da Vinci. Raffaels Figuren in seinen Meisterwerken sind harmonisch und von ausgewogener Komposition; er malt bevorzugt liebliche Madonnenbilder mit einem antikisierten Schönheitsideal. Seine Kunst besitzt einen hohen ästhetischen Wert, da nur sie der an sich unvollkommenen Natur zur Vervollkommung verhelfen kann. Seine Vorbilder waren auch gleichzeitig seine Rivalen: Michelangelo und Leonardo. Ähnlich erging es auch dem etwa acht…
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Nackt im Museum
Nackt in der Öffentlichkeit? Das sollte für uns Deutsche als Gründer des ersten Freikörperkultur-Vereins (1898) doch eigentlich kein Problem darstellen. Nackt gibt man sich heutzutage nicht nur an den gerade an der deutschen Ostseeküste weitverbreiteten FFK-Stränden oder an den ausgewiesenen Plätzen an den Ufern der Baggerseen, nackt zu sein ist zu einer richtigen Freizeitbeschäftigung geworden: Nacktwandern, Nacktradeln, Nacktrudern oder Nacktreiten – Die aktiven Nackten, die sogenannten Nacktivisten planen die verschiedensten Veranstaltungen und versuchen, den Großteil ihres Alltags unbekleidet zu bewältigen. Durch Internet-Foren finden die Aktionen eine breite Anhängerschaft und wer jetzt denkt, dass Nacktheit nur etwas für den Sommer ist, täuscht sich gewaltig: In den Jahren 2009 und 2010 fanden…
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Attr. Rubensfrau, 42/160/90, NR, O.f.I. sucht jung gebliebenen Endvierziger 24/7, … AG, BmB.
So oder so ähnlich lesen sich zahlreiche Kontaktanzeigen in der lokalen Presse oder dem Internet. Und auf der Suche nach einem zeitweiligen Partner oder gar einem fürs Leben sind wir erst einmal herausgefordert, die zahlreichen Informationen zu dechiffrieren, die uns dieser Einzeiler gegeben hat. Neben all diesen Abkürzungen, Zahlenkombinationen und der Frage „Was zum Kuckuck ist ein jung gebliebener Endvierziger?“ findet sich auch eine recht poetische Selbstbeschreibung – Rubensfrau. Die „Rubensfrau“ als Synonym für eine gut gebaute, füllige Frau mit deutlichen weiblichen Rundungen und einem üppigen Hinterteil – eine Frau halt, die „etwas zum Anfassen“ hat, würde vielleicht der ein oder andere männliche Zeitgenosse sagen. Dieser Peter Paul Rubens (1577-1640)…









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