-
Schwarze Soldaten im Zweiten Weltkrieg
Das Phänomen Schwarzer Soldaten in den nationalen Armeen der westlichen Welt zeugt beispielhaft von der Diskriminierung dieser Bevölkerungsgruppe in der Gesellschaft. In Europa waren es die aus den Kolonien stammenden Afrikaner, in Amerika die Nachfahren der Sklavengenerationen, die trotz amerikanischer Staatsbürgerschaft noch immer als Amerikaner zweiter Klasse betrachtet wurden. Gerade in der Kriegspropaganda, wo einfache Botschaften den nationalen Zusammenhalt stärken sollten, wird der Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit deutlich.
-
Die Linse als Zeitzeuge
Nackt, das Gesicht verzerrt von Schmerz, voller Todesangst: wohl kaum ein anderes Bild verdeutlicht die Schrecken des Vietnamkrieges so eindrucksvoll wie das Foto, das die neunjährige Phan Thi Kim Phúc zeigt, wie sie 1972 in Trang Bang, einem Dorf unweit von Saigon, vor einem Napalm-Luftangriff flieht. Die Fotografie verbreitete sich rasch um die ganze Welt und machte das Mädchen zur Ikone des Vietnamkrieges. Rund zehn Jahre zuvor ging Malcolm Brownes schockierende Aufnahme eines brennenden vietnamesischen Mönchs ins kollektive Bildgedächtnis der Menschheit ein – als Manifest für die Auflehnung gegen die Unterdrückung eines Volkes und als Symbol gegen die Instrumentalisierung von Individuen zugunsten der Erreichung eines höheren Ziels. Selbst der damalige…






You must be logged in to post a comment.