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Von der mittelalterlichen zur Naiven Kunst – eine ähnliche Annäherung?
Die naive Kunst erlangte erstmals gegen Ende des 19. Jahrhunderts Popularität. Bis zu jener Zeit hatte sich diese von Autodidakten ohne formale Ausbildung praktizierte und durch Spontaneität und Einfachheit charakterisierte Ausdrucksform nur geringer Wertschätzung bei „professionellen“ Künstlern und Kunstkritikern erfreut.
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Naive Kunst: „Nachfolger“ der primitiven Künste am Ende des 19. Jahrhunderts
Die naive Kunst wird in Frankreich durch Künstler wie Henri Rousseau, Séraphine de Senlis, André Bauchant und Camille Bombois vertreten. Sie hat aber auch in anderen Ländern namhafte Vertreter, etwa Joan Miró, Guido Vedovato, Niko Pirosmani und Ivan Generalic gefunden.
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Naive Kunst in Essen – Von Königen, Putzfrauen, Sklaven und Lustmolchen
Der Begriff ‚Naive Kunst‘ klingt abwertend und er ist es ein Stück weit auch. Naiv sind all diejenigen, die ohne künstlerische Ausbildung Kunst machen, die also – das jedenfalls sagt der Ausdruck – profund keine Ahnung haben von dem, was sie da tun. Die Künstler der Moderne sahen das nicht als Makel, sondern als Qualitätsmerkmal an. ‚Unausgebildet‘ übersetzte sich für sie in ‚nicht akademisch verdorben‘. Der Zöllner Henri Rousseau oder die Putzfrau Séraphine Louis hatten die Konventionen des Kunsthandwerks nie eingebläut bekommen und wurden gerade deshalb zu Helden der klassischen Avantgarden um Picasso, Gauguin und Mondrian. Merke: „Die Naiven waren nicht auch modern, sondern umgekehrt müsste man sagen: die Avantgarde…









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