Tischuhr, Bleiverglasung, Tiffany, Charles De Kay
Deutsch

Tiffany (deutsche Version)

Der untenstehende Text ist ein Auszug aus dem Tiffany (ASIN: B00IODLQX0) von Charles De Kay, herausgegeben von Parkstone International.

Louis Comfort Tiffany ist mit einem goldenen Löffel im Mund zur Welt gekommen, aber der Löffel wurde sofort versteckt und nur selten durfte er sich an dessen Existenz erinnern. Sein Vater, der bedeutende Goldschmied und Juwelier Charles Lewis Tiffany, sowie seine Mutter, die vor ihrer Ehe Harriet Olivia Young hieß, hielten nichts davon, Kinder zu verziehen, indem man ihnen gewährte, ihrem Reichtum gemäß zu leben.

author Louis Comfort Tiffany, Tiffany, Charles De Kay
Louis Comfort Tiffany

Tiffany der glasmaler

Während seiner Reisen durch England, Frankreich, Deutschland und Italien konnte es einem Maler mit einem Gefühl für Farbe nicht entgehen, dass der modernen Glasmalerei, wie sie in Europa produziert wurde, die grundlegende Qualität fehlte, die das bemalte Glasfenster vom Mosaik oder dem Wandgemälde unterscheidet, jene Qualität, ohne die das Buntglasfenster kaum eine Daseinsberechtigung hätte.

Die ersten Fenster waren Mattierungen, Holz- ord Steingitter, Häute oder Eisplatten, Horn, dünner bearbeiteter Alabaster und zuallerletzt Glas. Das erste Glas, das wir uns vorstellen können, wurde von Keramikern entdeckt, die ihre Töpfe durch Glasur wasserundurchlässig machen wollten. Ihre glasierten, von Hand hergestellten Tonwaren wurden der Hitze des Brennofens ausgesetzt und es entstanden somit die ersten Glasbehältnisse.

Wandleuchte mit Libellenmosaik, Charles De Kay
Wandleuchte mit Libellenmosaik, Bleiverglasung, Bronze

Ursprünglich wurden Fenster oder Gitterfenster mit solchen Materialien versehen, die zwar Licht hineinließen, aber den Bewohnern nicht die Möglichkeit gaben, hinauszuschauen. Transparentes Glas ist eine relative späte Erfindung. Als das Glas nach Europa kam, reagierten die meisten Menschen gleichgültig darauf, da sie den Vorteil der transparenten Scheiben nicht gewohnt waren. Sie erfreuten sich an Bleiglas und den dicken, dunklen Glasfüllungen in den alten Kathedralen von Chartres, Beauvais, York usw. und kümmerten sich nicht um den Grund für das dämmrige Licht, das hineinfiel.

Nach dem Ergebnis all dieser Experimente und Erfindungen kann man zusammenfassend sagen, dass der moderne amerikanische Glasmaler das Glas wie der Maler die Farben benutzt und seine Arbeit nach seinem Willen verdunkeln und erhellen kann. Bei der Verwendung von opaleszentem Glas können solch wunderbare Wirkungen erzielt werden, wie sie Jean-Baptiste Camille Corot in weißen Wolken mit leicht rosafarbenen Schattierungen besser als jeder Ölmaler geschaffen hat.

Favrile-glas

Favrile zeichnet sich durch bemerkenswerte Formen und glänzende oder satte Farben aus, die für gewöhnlich irisierend sind wie die Flügel einiger amerikanischer Schmetterlinge, die Hälse von Tauben oder Pfauen und die Flügel von bestimmten Insekten. Die Technik wurde hauptsächlich für Blumenvasen und Tischdekorationen verwendet, man findet sie aber auch auf Wandschildern wie den schmückenden Glastafeln, die Clément Massier in Golfe-Juan anfertigte, indem er Favrile zeichnet sich durch bemerkenswerte Formen und glänzende oder satte Farben aus, die für gewöhnlich irisierend sind wie die Flügel einiger amerikanischer Schmetterlinge, die Hälse von Tauben oder Pfauen und die Flügel von bestimmten Insekten.

Schreibtisch-Öllampe, Nr. 136, Tiffany, Charles De Kay
Schreibtisch-Öllampe, Nr. 136, Glas und Blei, Privatsammlung

Dieser Erfolg zeigte den gängigen Geschmack und andere Glaskünstler versuchten, auf diesen Zug aufzuspringen. Favrile erhielt bald jene Ehrenauszeichnung, welche die aufrichtigste Form der Schmeichelei genannt wird. Böhmische Glaswaren tauchten mit Imitaten einiger Formen und Farben des Favriles auf dem amerikanischen Markt auf und fanden mit niedrigen Preisen großen Anklang. Das Pfauenfedermuster war ein Klassiker.

Aber auch hier schuf Tiffany etwas Neuartiges. Eine zeitlang widmete er sich der Herstellung von zauberhaften kleinen Blüten, Blumen und Blättern in Glas, die auf natürliche Weise angeordnet und dann in Glas gebrannt wurden, bis eine Vase entstand, in deren Schaft oder in deren Boden schließlich die Blume hing.

Emaille und schmuck

Der Autor dieses Buches hat verschiedene Menschen getroffen, die es sich zur Gewohnheit gemacht haben, ungefasste Halbedel- und Edelsteine zu sammeln und eine große Brieftasche mit den auserlesensten Stücken mit sich zu tragen.Diese Sammler genossen es, die Steine anzufassen und zu drehen und zu wenden, um sie im Sonnenlicht funkeln zu sehen. Diese Sammler genossen es, die Steine anzufassen und zu drehen und zu wenden, um sie im Sonnenlicht funkeln zu sehen.

Es ist nicht anders, sich die Freude befindet, die ein Künstler mit dem Charakter, der Ausbildung und der Vorgeschichte Tiffanys an der Umsetzung sein gehört und und schmeckt in der Gestaltung neuer früherer und schöner Dinge fühlen muss muss. Neben der Zerbrechlichkeit von Blüten und Weinranken weisen sie eine Robustheit und Gründlichkeit in der Herstellung auf, die sie allein schon aus rein handwerklicher Perspektive auf eine hohe Ebene stellen.

Mosaikuhr, Favrile-Glas, Tiffany, Charles De Kay
Mosaikuhr, Favrile-Glas, Bronze

Nicht nur die im vorigen Kapitel angegebenennten Favrile-Glasobjekte, auch noch weiter oben genannte Arbeiten funktioniert sich in Dauerausstellungen in vielen Museen. Viele luxuriöse Privathäuser besitzen Louis C. Tiffanys emaillierte Kunstwerke. Seine Farbkombinationen für persönlichen Schmuck sind in vielen Haushalten die Lieblingsstücke. Aufgrund der außergewöhnlichen Sammlungen verschiedener, farbiger Edelsteine und Steine, die sich bei Tiffany and Company.

Praktisch jede Frau und jeder Mann hat ein mehr oder weniger großes Interesse an den Dingen, die er oder sie persönlich trägt. Es ist daher gut, dass solche Gegenstände schön sind oder zumindest von Geschmack zeugen.

Nachwort

Betrachtet man die vorangegangenen Seiten als der Lektüre würdig, so stellt man fest, dass die Wörter Farbe und Farbgefühl oft auftauchen. Der Wert, welcher der Farbe zugeschrieben wird, wurde oftmals von Theoretikern geleugnet, die den unhaltbaren Standpunkt vertreten, es gebe eine Reinheit und Moral, die mit der Farblosigkeit verbunden ist, im Gegensatz zu Sinnlich- und Üppigkeit, die ihrem Vorhandensein zugesprochen wird. Diese Theorie kommt einem Großteil der Künstler entgegen, die ohne die besondere Sichtweise und den Sinn geboren wurden, der Ästhetisches von Unästhetischem unterscheidet und die vielen Facetten des Lichts begrüßt.

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