Geschichte, Kunst, Wow: Deutsche Museen, die Sie umhauen werden
Deutschland beherbergt einige der renommiertesten und vielseitigsten Kunstmuseen Europas, die einen Streifzug durch Jahrhunderte künstlerischer Brillanz bieten – von alten Meistern bis hin zu zeitgenössischen Visionären. Ganz gleich, ob Sie sich für klassische Malerei, modernes Design oder hochmoderne Installationen interessieren – diese Deutsches Museen sind ein Muss für jeden Kunstliebhaber.
Alte Nationalgalerie – Berlin
Die Alte Nationalgalerie Berlin wurde 1876 eröffnet. Die Aufgabe der Galerie bestand in der Sammlung und Ausstellung früher preußischer Kunstwerke. Heute enthält die Sammlung Arbeiten des Biedermeier, des Neoklassizismus, Impressionismus und aktueller Kunstgenres. Als Gründungsgebäude der Deutschen Nationalgalerie beherbergt die Alte Nationalgalerie eine der größten deutschen Sammlungen von Gemälden und Skulpturen des 19. Jahrhunderts. Obwohl im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, blieb dem Gebäude durch umfangreiche Renovierungen das ursprüngliche Aussehen der Fassade erhalten. Das Museum und einige Museen in der Nachbarschaft – die sogenannte Museumsinsel – sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Neue Nationalgalerie – Berlin
Die Neue Nationalgalerie ist vermutlich das angesehenste Museum für moderne deutsche Kunst. Es wurde 1968 eröffnet, um die bestehende Nationalgalerie zu erweitern. Sowohl durch seine architektonische Gestaltung als auch durch seine Sammlungen wurde es als Medium für einen sozialen künstlerischen Ausdruck verwendet. Die Sammlung enthält Spenden des Kunsthändlers Otto van de Loo (1924), darunter abstrakte und informelle Malstile aus Kunstrichtungen wie der Cobra– Bewegung oder der Spur-Kunstbewegung. Das Museum erhielt aufgrund seiner stahlgestützten Glaswand den Beinamen „Tempel aus Glas“ – als Hauptgesprächsthema seiner Zeit ist es bis heute eines der architektonischen Highlights Berlins.

Was die Kunst anbelangt: Die Sammlung, deren Schwerpunkt auf moderner Kunst des 20. Jahrhunderts liegt, vermittelt auch eine soziale Botschaft. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands begrüßte das Museum eine Sammlung an Kunst aus der DDR – diese Epoche wurde in der Neuen Nationalgalerie großflächiger ausgestellt als in jedem anderen deutschen Museum.

Gemäldegalerie Alte Meister – Dresden
Die Sammlung der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister wurde von Kurfürst August von Sachsen (1526-1586) begonnen und von seinen Nachfolgern fortgesetzt. Schon im 18. Jahrhundert hatte sie internationales Renommee, und 1855 wurde für das Museum eine neue Örtlichkeit eröffnet – das Neue Königliche Museum.

Die Sammlung war während des Zweiten Weltkriegs sicher verborgen, wurde aber von Stalins Roter Armee nach Kriegsende konfisziert. Erst 1956 wurden die Kunstwerke an Dresden zurückgegeben, sodass die Galerie Alte Meister 1960 wiedereröffnen konnte. Doch selbst heute ist die Sammlung nicht dieselbe wie vor dem Krieg, denn noch immer werden mehr als 450 Gemälde vermisst.

Städel Museum – Frankfurt
Das Städel Museum wurde 1815 gegründet. Obwohl das Museumsgebäude durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt wurde, war die Sammlung selbst nicht betroffen, da sie anderswo sicher untergebracht war. Heute wird die Sammlung als eine der wichtigsten Deutschlands betrachtet. Mit einer Bandbreite von 3 000 Gemälden, 600 Skulpturen und über 100 000 Drucken und Zeichnungen verfolgt das Städel Museum über 700 Jahre europäische Kunstgeschichte. Das neue, nach dem Bombenschaden wiederaufgebaute Museumsgebäude hat einige architektonische Veränderungen erfahren, beispielsweise eine unterirdische Erweiterung, in der zeitgenössische Kunst ausgestellt wird. Die große Sammlung an Drucken und Zeichnungen ist kein Teil der Dauerausstellung, da sie zu empfindlich sind. Nach Voranmeldung können sie allerdings besichtigt werden.

Alte Pinakothek – München
Münchens Alte Pinakothek ist eine der ältesten Kunstgalerien der Welt und beherbergt passenderweise eines der bekanntesten Arrangements an Gemälden alter Meister. Die Sammlung stammt aus der Wittelsbacher Kunstsammlung, das Museumsgebäude wurde 1836, zehn Jahre nach Baubeginn, eröffnet. Die Originalsammlung enthielt mehrere Kunstwerke historischer Ereignisse, die von Fürst Wilhelm IV. (1508-1550) erworben wurden. Sie enthält Rubens (1577-1640) Leinwandgemälde Das Jüngste Gericht (1617), mit seinen Dimensionen von etwa 6,10 x 4,60 m eines der größten Gemälde aller Zeiten. So wurde die Alte Pinakothek zum Prototyp und Vorbild für andere Museen in Europa. Die heutige Sammlung früher altdeutscher, flämischer, italienischer und altholländischer Gemälde, von denen über 700 zu sehen sind, ist eine der wichtigsten der Welt.

Von Berlins Avantgarde bis zu Münchens klassischer Eleganz – diese Museen spiegeln die künstlerische Tiefe und Vielfalt Deutschlands wider. Jedes von ihnen bietet eine einzigartige Perspektive auf die Macht der visuellen Kultur – und ist ein Muss für jeden, der sich für Kunst begeistert.
Wenn Sie sich weitere europäische Museen ansehen möchten, lesen Sie unsere Beiträge über Italien und Spanien.
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