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I am a Surrealist – Wer interessieren will, muss provozieren (Salvador Dalí)
Die surrealistische Kunst ist ein einziges Denkspiel, da werden Dinge zusammengeworfen, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören, offensichtliche Beziehungen dagegen werden hinterfragt: Die Abbildung der Pfeife macht nach René Margritte (1898-1976) noch lange keine Pfeife (Ceci n’est pas une pipe, 1929), der Blick in den Spiegel zeigt nichts weiter als unseren Rücken, es regnet Männer mit Hüten, wir drehen uns im Kreis, können das Rätsel nicht lösen und die Zeit schmilzt uns davon. Erfolgreicher als René Margritte war nur Salvador Dalí (1904-1989). Er bewies schon früh, dass er ein unglaubliches zeichnerisches Talent besaß, als 18-Jähriger begann er sein Studium an der Academia de San Fernando (School of…
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Auf dem Kriegspfad mit meinem sonst so geliebten technischen Wunderwerk
Die moderne Technik ist überall. Der Computer ist aus keinem Büro oder Wohnzimmer mehr wegzudenken, das Internet ist mittlerweile auch unterwegs ständiger Begleiter. Nicht nur im Alltag, nein selbst im Urlaub oder im Restaurant ist der Tablet-PC oder das I-Phone immer griffbereit. Es werden Fotos gemacht, Bilder auf Facebook hochgeladen und jede gehaltvolle Unterhaltung damit nichtig. Und wenn Hard- und Software funktionieren, scheinen viele in ihrer kleinen digitalen Welt auch glücklich und zufrieden. Doch was passiert, wenn Firefox® mal aussteigt, das DVD-Laufwerk spinnt oder der Bildschirm sich in ein Pixelmeer auflöst? Dann wird es ein wenig seltsam. Für den „Normal-User“ heißt es jetzt erst mal Ruhe bewahren und dem System…
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Freundschaft über die Kontinente hinweg
Wenn es jemanden privat oder beruflich an das andere Ende der Welt verschlägt, ist das alles erst einmal aufregend, neu und spannend. Aber irgendwann kommt der Punkt, der ein oder andere mag ihn Heimweh nennen, an dem man nicht nur seine Familie sondern auch seine Freunde ganz arg vermisst. Freunde, die einem aus der Schulzeit oder dem Judoverein erhalten geblieben sind, die einen durch die Höhen und Tiefen des Studiums begleitet haben oder Menschen, denen man begegnet und sie in seinem Leben nicht mehr missen möchte. Keiner dieser Menschen ist selbstverständlich. Und so sehr man die guten Zeiten mit ihnen liebt, so sehr hasst man Belehrungen oder einen „gut gemeinten“…
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Vom „Erbfeind“ zum Freund
Die deutsch-französische Freundschaft ist seit 1963 vertraglich geregelt, und so jährte sich am 22. Januar die Unterzeichnung des Élysée-Vertrages zum 50. Mal. Neben Städtepartnerschaften, dem deutsch-französischen Jugendwerk und anderem mehr sind es doch die jeweiligen Staatsoberhäupter, Präsident und Kanzler(in), die diese Freundschaft immer wieder zu einem Ereignis machen. Die im Vertrag vorgesehenen Konsultationen des jeweiligen „deutsch-französischen Paares“ gehen meist nur wenig später mit Bilddokumenten durch die Medien. Und so können wir sowohl über zahlreiche Karikaturen als auch über Foto- und Videoaufnahmen oft genug schmunzelnd politische Geschichte erleben. Die Verdienste von Charles de Gaule und Konrad Adenauer sind unumstritten, der recht kühle Umgang zwischen Georges Pompidou und Willy Brandt ist Geschichte.…
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Die jungen „Wilden“ erobern das Stillleben
Bei dem Gedanken an die Gattung „Stillleben“ kommen mir Früchte, totes Wildbret auf einem Silbertablett, verstaubte alten Vasen auf dem Dachboden oder farblich in Altrosé getauchte Blumensträuße in den Sinn. Alles künstlerisch wertvoll auf einem Tisch angeordnet und vom Künstler in einer technischen Meisterleistung klassisch und der Natur getreu auf die Leinwand gebracht. Hier und da gibt es interessante Details zu entdecken, und über die Symbolischen Bedeutung wird es sogar spannend. Doch die inhaltliche Wiederholung der abgebildeten Objekte wirkt mitunter emüdent auf den Betrachter und irgendwann ist das nächste Stillleben „nur“ noch schön anzuschauen. Als Ausgangspunkt jeder akademisch-künstlerischen Ausbildung zur Erlangung technischer Perfektion steht das Stillleben – es…
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Kunst ist relativ
Kunst zu definieren, ist seit dem beginnenden 20. Jahrhundert schwierig und wird vor allem in der zeitgenössischen Kunst, bei der es nicht nur um verschiedene Ausdrucksformen, sondern vielmehr um Gratwanderungen geht, nahezu unmöglich. Die Frage nach Kunst oder Abfall führte schon das eine oder andere Mal dazu, dass eine übereifrige Putzfrau ein Kunstwerk beseitigte. Die Frage nach Kunst oder Selbstverstümmelung in der Performance löst immer wieder nicht ganz unverständliche Schockierung im Publikum aus, die Frage nach Kunst oder Pornografie erhitzt die Gemüter – erfreut und entsetzt. Wenn erotische Novellen wie Fanny Hill oder Thérèse Philosophe nicht zensiert und ihre Illustrationen nicht verboten wurden, betrachtete man sie doch immer mit Argwohn…
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Die Kunst zu verführen …
… oder von der Kunst verführt! In der zwischenmenschlichen Interaktion finden sich immer wieder Gelegenheiten, zu werben, umworben zu werden oder sich gegenseitig zu verführen. Und da es in der heutigen Zeit vermeintlich immer schwieriger wird, im Alltag, im Beruf oder online einen passenden Partner kennenzulernen, gibt es mittlerweile zusätzlich zum Knigge, von dem jeder mal gehört haben sollte, auch noch diverse Bücher und Kurse, die einem das „richtige Flirten“ beibringen wollen. Angeblich sollen sich damit zumindest die Chancen erhöhen, die Gelegenheit zur Verführung zu bekommen. Die Sache mit dem Verführen ist wirklich nicht ganz einfach und hat auch so gar nichts mit dem jugendsprachlichen „Abschleppen“ zu tun, auch wenn…
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Rodin, das Fleisch, der Marmor.
Dieser Titel weckt in mir das spontane und immense Verlangen nach einem gut gebratenem Beefsteak, außen scharf angebraten, innen zart rosa und in der Mitte noch etwas blutig, das ganze mit Salz und Pfeffer gewürzt – ein Genuss. Viele Vegetarier und Veganer, die meinen größten Respekt, aber auch mein Unverständnis haben, werden auf dieses Verlangen eher mit Abscheu oder Ekel reagieren. Fleisch ist generell ein viel erforschtes und heiß diskutiertes Thema. Isst man es oder isst man es nicht? Und wenn ja, ist zu viel rotes Fleisch ungesund? Wie kann ich mich ausgeglichen ernähren. Aber die entscheidende und meistumstrittene Frage überhaupt: Wie bereite ich ein gutes Stück Fleisch zu? Und…
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Caravaggio und der Caravaggismus
Die meisten erfolgreichen künstlerischen Werdegänge sind geprägt von Gönnern, Kennern, Ausbildung, Rezeption, Kreativität und Auftraggebern. Dies gilt auch für eine Gruppe von Künstlern, die es zu Beginn des 17. Jahrhunderts, traditionell der Ausbildung entsprechend, nach Rom zog, und damit in eine Stadt, die zu jener Zeit von einem tendenziell normzerstörenden Künstler geprägt war – Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571-1610). Mit seinen fesselnden Kompositionen, einem radikalen Naturalismus und einer zuvor nicht gekannten Lichtregie entwickelt er einen ihm eigenen Stil. Figuren werden mithilfe der schlaglichtartigen Beleuchtung modelliert, der verdunkelte Hintergrund wird undefinierbar und so die Szene dramatisch zugespitzt. Für diese Gruppe nach Rom drängender junger Künstler aus Utrecht, unter ihnen Dirck van…
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„Hopfen und Malz – Gott erhalt‘s!“
Es geht doch eigentlich nichts über ein kühles, frisch gezapftes Bier an einem heißen Sommertag an der Elbe, im Biergarten oder bei Freunden. Und während bei uns Pils und Hefeweizen ganz besonders beliebt sind, trink man im Pub im schönen Irland schon eher ein Lager, Irish red ale oder das traditionelle Guinness. Doch was hat diese Traditionsbrauerei mit dem Niederländer Rembrandt van Rijn (1606-1669), dem Engländer Thomas Gainsborough (1727-1788) und dem Flamen Anthonis van Dyck (1599-1641) gemeinsam? Edward Cecil Guinness, 1st Earl of Iveagh (1847–1927), der zwar nicht der Gründer, aber der Erbe des Familienunternehmens und nicht nur im Bierbrauen recht erfolgreich war. Mit seinen hauptsächlich in den Jahren 1887…




























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