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Faszination eines Berges
Im Jahr 1830 befindet sich ein Mann um die 70 Jahre in der näheren Umgebung eines gewaltigen Vulkans, von dessen Anblick er fasziniert ist. So beginnt dieser Mann, ein Künstler, der seine Bilder selbst mit „der vom Zeichnen Besessene“ unterschreibt, in mehreren Serien diesen Berg – Wahrzeichen und Sinnbild eines ganzen Landes – festzuhalten. Sein Name: Katsushika Hokusai (1760-1849), einer der bekanntesten Ukiyo-e-Künstler Japans. Ukiyo-e kann im Deutschen mit „Bilder der fließenden Welt“ übersetzt werden. Zwischen 1830 und 1832 fertigt Hokusai erstmals eine Serie von Ukiyo-e mit dem Titel Fugaku sanjūrokkei (Die sechsunddreißig Ansichten des Berges Fuji) an. Der höchste Berg Japans gilt aufgrund seines sehr symmetrischen Vulkankegels als einer…
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Rausch in der Literatur: von Gautier bis Cocteau
Der Drogenkonsum vieler Künstler ist ein offenes Geheimnis. Was oftmals als Quelle der Inspiration oder als reiner Zeitvertreib zum bloßen Vergnügen beginnt, endet für viele in der Abhängigkeit und der finalen Katastrophe. Es wäre müßig, die Namen der zahlreichen Künstler aufzuzählen, die den Drogentod gestorben sind. Viele darunter ließen sich nicht nur von der Wirkung des Rausches inspirieren, sondern verarbeiteten ihren Drogenmissbrauch thematisch in ihren Werken. Der französische Schriftsteller, Maler und Regisseur Jean Cocteau schildert in seinem Journal d’une désintoxication (‚Opium/Ein Tagebuch‘) aus dem Jahr 1930 seine Opiumsucht während eines Entzugsaufenthalts von 1928 in einer Klinik in Saint-Cloud. Cocteau beschreibt darin die Droge als „extremen Schlaf“; Opium, das sei die…
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Rivalen unter sich
Ein die Renaissance charakterisierendes Thema war die Auseinandersetzung mit der Antike. Man entdeckte das antike Erbe durch erste archäologische Ausgrabungsfunde und deren Dokumentation wieder, die die Künstler inspirierten, sich fortan am antiken Schönheitsideal zu orientieren. Zu dieser Zeit gehörten zu den herausragenden Genies die Italiener Raffael da Urbino, Michelangelo Buonarotti und Leonardo da Vinci. Raffaels Figuren in seinen Meisterwerken sind harmonisch und von ausgewogener Komposition; er malt bevorzugt liebliche Madonnenbilder mit einem antikisierten Schönheitsideal. Seine Kunst besitzt einen hohen ästhetischen Wert, da nur sie der an sich unvollkommenen Natur zur Vervollkommung verhelfen kann. Seine Vorbilder waren auch gleichzeitig seine Rivalen: Michelangelo und Leonardo. Ähnlich erging es auch dem etwa acht…
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Die Zukunft ist Schwarz!
Eine quadratische Fläche, komplett in Schwarz präsentierte der russische Avantgarde-Künstler Kasimir Malewitsch erstmals 1915 der Öffentlichkeit. Was für eine Sensation! Gleichzeitig löste das Bild aber auch Unverständnis und Ablehnung aus – konnte der Betrachter weder Gegenständliches noch Formen oder Linien in diesem Werk erkennen. Malewitsch hatte ein Gemälde erschaffen, dass sich von allem bisher Dagewesenen gelöst hatte und inmitten der Ereignisse des Ersten Weltkrieges eine dunkle Vorahnung auf die Zukunft implizieren sollte. Heute ist das Schwarze Quadrat auf weißem Grund von Malewitsch eine Ikone der modernen Malerei und in zahlreichen Kunstgeschichtsbüchern des 20. Jahrhunderts vertreten. Der Künstler selbst gedenkt Zeit seines Lebens wiederholt an sein Meisterwerk, wie in seinem Selbstporträt…
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Das Gelb der Sonne
Die Sonnenblumen von Vincent van Gogh gehören zu den berühmesten Stillleben, die ein Maler der Moderne geschaffen hat. Sie erzielen auf dem internationalen Kunstmarkt Höchstpreise und sind in den größten Museen der Welt ausgestellt. Daher scheint es, dass über diese Bilder bereits alles gesagt ist – dies stimmt jedoch nicht! Nur wenigen Kunstinteressierten ist bekannt, dass van Gogh innerhalb eines Jahres zwei Serien mit insgesamt sieben Variationen der Sonnenblumen ausgeführt hat. Einige von ihnen sind Pendants, die sich ursprünglich zusammen in einem Raum befanden, heute aber weltweit ein neues Zuhause haben. Der Maler konzipiertedie Bilder etwa zwei Jahre vor seinem Tod für das Gelbe Haus – ein Atelier in Südfrankreich,…
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Ein Künstler zwischen Genie und Wahnsinn
Wieviel Wahnsinn braucht es, um ein Genie zu sein? Am Beispiel Vincent van Goghs kann dieser Frage aufgrund seines ungewöhnlichen Lebens nachgegangen werden. Seine Bilder spiegeln eine Genialität wider, die nur bei wenigen Künstlern zu finden ist. Daher müssen die zahlreichen Selbstporträts van Goghs genannt werden, in denen keines dem anderen gleicht. Er entwickelte im Verlauf seines kurzen, aber überaus produktiven Lebens einen expressiven, autonom gewordenen Malduktus und übertrieb, verformte, zergliederte, vereinfachte und abstrahierte in seinen Bildnissen, um neue, selbstgültige Ausdruckswerte hervorzubringen. Van Goghs ungebremster Arbeitseifer zeigt sich deutlich in der großen Menge an Gemälden, die er in gerade einmal zehn Jahren anfertigte. Als Autodidakt malte er häufig ein oder…
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Kandinsky ̶ abstrakt und knallbunt
Was haben das Bauhaus und der Blaue Reiter gemeinsam? Einen Künstler – Wassili Kandinsky, ein wichtiger und interessanter Vertreter der modernen Kunst, der durch seine abstrakten Bilder mit knalligen Farben bereits zu Lebzeiten viel Aufmerksamkeit auf sich zog und auch heute noch besondere Beachtung in der Kunstgeschichte bekommt. Wassily Kandinsky war ein russischer Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker, der auch eine Zeit lang in Deutschland und Frankreich lebte und arbeitete. Mit seinem Œuvre prägte er nachhaltig die Kunstgeschichte und veränderte sie. So behauptete er von sich selbst, der Schöpfer des ersten abstrakten Bildes weltweit gewesen zu sein, was allerdings umstritten ist, da sein Kunstwerk womöglich vordatiert wurde, um seine Aussage zu…
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Ein Verführer und die Liebe
Pablo Picasso, ein unermütlich arbeitender Künstler des letzten Jahrhunderts, der Zeit seines Lebens immer wieder neue Quellen der Inspiration suchte, die er oft aus der frisch erblühenden Liebe zu einer Frau zog. Seine zahlreichen Frauen waren Musen für ihn, um immer wieder neue, vielfältige und faszinierende Kunstwerke zu erschaffen. So griff der Charmeur im Verlauf seiner künstlerischen Karriere unter anderem immer wieder ähnliche Sujets aus den Bereichen Liebe, Liebespaare und erotisches Zusammensein in seinen Bildern auf. Seine Kunstwerke können als Tagebücher seines täglichen Lebens und vor allem seines seelischen und emotionalen Zustands verstanden werden, in denen er sein Verhältnis zu seinen zwischenmenschlichen Beziehungen offenbarte und reflektierte. Von daher zeigt sein…
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„Bedenke, dass du sterben wirst.”
Der Tod und das Sterben in der Kunst – in den verschiedenen Epochen der Kunstgeschichte beschäftigten sich Künstler in ihren Werken mit dem Sterben und dem Tod, vor allem auch mit ihrem eigenen Ableben. Mittels unterschiedlichster Vanitas-Symbole veranschaulichten Künstler ihre eigene Sterblichkeit und hielten diese in ihrem Bildern auf eine einprägsame Weise dem Betrachter vor Augen. Von daher benennt man diese Darstellungen nach einem religiösen Leitsatz „Memento Mori – Bedenke, dass du sterben wirst”. So findet man das Memento Mori-Sujet als Stilmotiv immer wieder in der Kunst, mehrheitlich in Stillleben als in anderen Genren. Als typische Symbole verwendeten Künstler faulende oder mit Fliegen besetzte Früchte, umgekippte Weinkelche, Stundengläser, Totenschädel und…
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Kleine Würfel – Große Kunst
Kunst muss nicht gegenständlich sein, weder Figuren noch eindeutige Motive haben und erst recht nicht auf den ersten Blick zu durchschauen sein, aber oft wünscht sich genau dies der Besucher beim Betrachten von Kunstwerken. Daher geht er an Werke mit abstrahierten Motiven, die ihm vor allem Rätsel aufgeben, skeptisch und mit Vorbehalten heran. Allerdings hat die moderne kunstgeschichtliche Entwicklung gezeigt, dass es möglich ist, blaue Kreise und schwarze Quadrate oder auch nur weiße Leinwände zu bedeutenden Meisterwerken zu erheben – doch dies war nicht immer so. Am Anfang des 20. Jahrhunderts schockierten zwei Künstler die Pariser Öffentlichkeit mit kleinen Würfeln und geometrischen Formen, mit deren Hilfe sie Formen und Figuren…






























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