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Brillanz einfangen: 1000 Porträts von Genies erhellen die Welt
Mit einer beeindruckenden Anzahl von Meisterwerken, Biografien und Kommentaren zu den Werken präsentiert und analysiert dieses Buch verschiedene Porträts und stellt so dem Leser und jedem Kunstliebhaber ein Spiegelbild der Evolution der Gesellschaft und vor allem die Umwälzungen eines Genres dar, das über 30 Jahrhunderte der Malerei die Kunstgeschichte geprägt hat.
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1000 Meisterwerke der Malerei
Kunst im Wandel der Zeit: Vom Mittelalter bis zum digitalen Zeitalter von Instagram
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Faszination eines Berges
Im Jahr 1830 befindet sich ein Mann um die 70 Jahre in der näheren Umgebung eines gewaltigen Vulkans, von dessen Anblick er fasziniert ist. So beginnt dieser Mann, ein Künstler, der seine Bilder selbst mit „der vom Zeichnen Besessene“ unterschreibt, in mehreren Serien diesen Berg – Wahrzeichen und Sinnbild eines ganzen Landes – festzuhalten. Sein Name: Katsushika Hokusai (1760-1849), einer der bekanntesten Ukiyo-e-Künstler Japans. Ukiyo-e kann im Deutschen mit „Bilder der fließenden Welt“ übersetzt werden. Zwischen 1830 und 1832 fertigt Hokusai erstmals eine Serie von Ukiyo-e mit dem Titel Fugaku sanjūrokkei (Die sechsunddreißig Ansichten des Berges Fuji) an. Der höchste Berg Japans gilt aufgrund seines sehr symmetrischen Vulkankegels als einer…
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Der Traum vom Orient
Jean-Auguste-Dominique Ingres provokantes Gemälde Das türkische Bad, das erstmals postum 1905 auf dem Salon de l’Automne zusehen war, erstaunte unter anderem den Maler Félix Vallotton und faszinierte ihn sofort. Das Meisterwerk des Neoklassizisten, einem Vorbild Vallottons, inspirierte ihn zu einer eigenen Interpretation des Gemäldes im Jahre 1907. In Vallottons Version sieht der Betrachter sechs nackte Frauen in einem gekachelten Dampfbad. Eine im Wasser stehende Rückenfigur trocknet sich gerade den Oberkörper, während eine weitere Person lasziv auf den Fliesen liegt und eine am rechten Bildrand sitzende Blondine, kurioserweise mit einem Dackel im Arm, scheinbar abwesend ins Leere starrt. Hinter ihr befinden sich drei weitere Frauen, die jede für sich und isoliert…
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Die Zukunft ist Schwarz!
Eine quadratische Fläche, komplett in Schwarz präsentierte der russische Avantgarde-Künstler Kasimir Malewitsch erstmals 1915 der Öffentlichkeit. Was für eine Sensation! Gleichzeitig löste das Bild aber auch Unverständnis und Ablehnung aus – konnte der Betrachter weder Gegenständliches noch Formen oder Linien in diesem Werk erkennen. Malewitsch hatte ein Gemälde erschaffen, dass sich von allem bisher Dagewesenen gelöst hatte und inmitten der Ereignisse des Ersten Weltkrieges eine dunkle Vorahnung auf die Zukunft implizieren sollte. Heute ist das Schwarze Quadrat auf weißem Grund von Malewitsch eine Ikone der modernen Malerei und in zahlreichen Kunstgeschichtsbüchern des 20. Jahrhunderts vertreten. Der Künstler selbst gedenkt Zeit seines Lebens wiederholt an sein Meisterwerk, wie in seinem Selbstporträt…
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Der Anfang aller Kunst ist die Liebe (Hermann Hesse)
Rote Rosen, teure Pralinen, Parfüm oder Teddybären? Der Valentinstag ist der Tag, an dem wir uns darauf besinnen, dass kleine Geschenke die Freundschaft und vor allem die Liebe erhalten. Doch mal ehrlich, wer auf dem Heimweg schnell mal an der Tankstelle anhält, um Rosen oder Schokolade zu kaufen, der hat vermutlich etwas missverstanden. Bereits im alten Rom wurden im Gedenken an Juno, der Schutzgöttin der Ehe und Familie, am 14. Februar die Frauen in der Familie mit Blumen überrascht. Christlichen Überlieferungen zufolge geht der Tag der Liebenden allerdings auf eine sehr tragische Geschichte zurück: Der italienische Priester Valentin von Rom (in anderen Überlieferungen der Bischof Valentin von Terni) hatte im…
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Vom Meisterwerk auf die Geschenkbox
Wer kennt sie nicht, die zwei kleinen, rundlichen Engel, die Geschenkboxen, Bettwäsche, Glückwunschkarten, Briefmarken und jeden, eigentlich überflüssigen Kitsch- und Dekoartikel zieren? Und wer von den Konsumenten dieser Artikel weiß wirklich, aus welchem großartigen Kunstwerk diese beiden Putten separiert wurden, um ihr Dasein heute in unseren Wohnzimmern zusammenhangslos und für ein „Oh wie niedlich“ zu fristen? In Raffaels Sixtinischer Madonna sind sie entscheidender Bestandteil der Bildkomposition. Sie halten den Blick des Betrachters im Bild, der über Papst Sixtus zur Madonna mit dem Jesuskind und zur heiligen Barbara führt, die wiederum zu den Putten schaut. Die beiden erwiedern ihren Blick und nehmen den Betrachter in diesem erhabenen Renaissancegemälde gefangen. Die Bildgeometrie…





















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