Sagen Sie „Bonjour“ zur Schönheit: Französische Museen, die Sie nicht verpassen dürfen
Frankreich beherbergt einige der berühmtesten Kunstmuseen der Welt, die einen Streifzug durch die Jahrhunderte der Kreativität, der Innovation und des kulturellen Erbes bieten. Von klassischen Meisterwerken bis hin zu modernen Wundern – hier sind einige Kunstmuseen, die jeder Kunstliebhaber unbedingt besuchen sollte:
Musée des Beaux-Arts
Lyons Museum der Schönen Künste wurde 1801 gegründet und ist heute in einem Benediktinerkloster aus dem 17. Jahrhundert untergebracht. Die Abtei wurde 1972 in ein Museum umgewandelt, nachdem der Gemeinderat entschieden hatte, die um den Klostergarten herum angeordneten Gebäude als Ausstellungsort zu nutzen.

Als eines der wichtigsten Museen Europas enthält es Sammlungen so unterschiedlicher Genres wie Münzen, Bronzeplastiken, ägyptische Artefakte und moderne Gemälde. Innerhalb der Gemäldesammlung sind die europäischen Exponate des 14. bis 20. Jahrhunderts chronologisch und den wichtigsten Stilrichtungen nach in 35 Räumen angeordnet. Sie bilden etwa die Hälfte der kompletten Museumssammlung. Die große Bandbreite der Malereiepochen innerhalb der Sammlung umfasst die französische Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts, die italienische Malerei des 14. bis 18. Jahrhunderts, die spanische Malerei des 17. Jahrhunderts, die deutsche, flämische und niederländische Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts sowie Gemälde des 20. Jahrhunderts.

Musée du Louvre
Die Gebäude des Louvre haben eine ebenso beeindruckende Geschichte wie die in ihm untergebrachten Kunstwerke. Im 12. Jahrhundert ursprünglich als Festung errichtet und dann vielfach erweitert, wurde er schließlich der französische Königspalast. Seine Rolle als Residenz des Königshauses verlor an Bedeutung, als die königliche Familie mit dem gesamten Hofstaat nach Versailles umzog. Deswegen wurde entschieden, im ehemaligen Palast die Kunstsammlung der königlichen Familie zu zeigen.

Das Zeitalter der französische Revolution brachte nicht nur Frankreich entscheidende Veränderungen, sondern auch dem Louvre, der zu diesem Zeitpunkt der Öffentlichkeit als Museum, das 1793 gerade einmal 537 Gemälde enthielt, zugänglich gemacht wurde. Erst unter Napoleon Bonaparte (1769-1821) wuchs die Sammlung beständig. Nach dessen Niederlage in der Schlacht bei Waterloo (1815) musste das Museum viele der annektierten Kunstwerke an die rechtmäßigen Eigentümer zurückgeben. Unter Ludwig XVIII. (1755-1824), Karl X. (1757-1836) und dem Zweiten Französische Kaiserreich (1852-1870) wuchs die Sammlung auf über 20 000 Kunstwerke an.
Die wichtigsten Unterabteilungen des Louvres sind: Gemälde, Drucke und Zeichnungen, Skulpturen, dekorative Kunst, Antiquitäten aus Ägypten, aus dem Nahen Osten, Griechenland, Rom und Etruskien und Islamische Kunst. Fraglos ist es diese Vielfalt der Sammlung, die neben der Bekanntheit des Museums selbst für die Vielzahl an Besuchern verantwortlich ist: Täglich sind es um die 15 000.

Musée d’Orsay
Ursprünglich war das Musée d’Orsay ein für die Weltausstellung des Jahres 1900 geplanter Bahnhof. Nach der Einführung längerer Züge waren die Bahnsteige aber zu kurz geworden, und so erfüllte der Bahnhof im Lauf der Jahre unterschiedliche Zwecke: im Zweiten Weltkrieg ein Postamt, danach ein Filmset für Der Prozess, einer Kafka-Adaption des Regisseurs und Schauspielers Orson Welles (1915-1985). Schließlich diente es als Auktionshaus und wurde 1987 unter Denkmalschutz gestellt.

Der Vorstand der Museen Frankreichs schlug vor, den Bahnhof in ein Museum umzubauen, dessen Exponate einen Mittelweg zwischen der klassischen Sammlung des Louvre und dem modernen Musée national d’Art moderne, Centre Georges- Pompidou einschlagen sollte. Als François Mitterand (1916-1996), der damalige Präsident der Republik, das neue Musée d’Orsay 1986 eröffnete, stellte es 2 000 Gemälde und 600 Skulpturen aus. Heute ist das Museum für die weltweit größte Sammlung impressionistischer und post-impressionistischer Meisterwerke bekannt.

Musée national d’Art moderne, Centre Georges-Pompidou
Unter dem Dach des Centre Georges-Pompidou finden nicht nur das Nationalmuseum Moderner Kunst (das größte seiner Art in Europa), sondern auch die Bibliothek für öffentliche Information und das IRCAM, ein Zentrum für akustische Recherche, ihren Platz. Das Museum ist nach Georges Pompidou (1911-1974), dem 19. Präsidenten Frankreichs, benannt, der dieses Museum bauen ließ.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 1977 hat das Centre Georges-Pompidou einige Kontroversen provoziert. Dennoch wurde dem Gebäude seitdem viel Anerkennung als einem der bedeutendsten architektonischen Triumphe des 20. Jahrhunderts zuteil. Heute beherbergt das Museum über 60 000 Kunstwerke, wobei ein besonderes Augenmerk auf den prominenten Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts liegt. In der Vergangenheit zeigten Ausstellungen Arbeiten von Pablo Picasso und Fernand Léger (die Sammlungen werden in einem Sechsmonats-Turnus ausgestellt). In der Sammlung sind besonders Matisse und Marc Chagall (1887-1985) gut vertreten.

Musée Rodin
Das in einem charmanten Herrenhaus mit üppigen Gärten untergebrachte Museum ist den Werken von Auguste Rodin gewidmet und zeigt den Denker, den Kuss und viele seiner Skulpturen und Zeichnungen.
Musée Picasso
Das im historischen Viertel Marais gelegene Museum beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen von Werken Pablo Picassos, darunter Gemälde, Skulpturen, Keramiken und Archive.

Von großen historischen Sammlungen bis hin zu hochmodernen zeitgenössischen Ausstellungen zeigen diese Museen die Tiefe und Vielfalt der französische und internationalen Kunst. Ob Sie nun in Paris sind oder die Regionen erkunden, Frankreich ist ein wahres Paradies für Kunstliebhaber.
Wenn Sie sich weitere europäische Museen ansehen möchten, lesen Sie unsere Beiträge über Italien und Spanien.
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