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100. Jahrestag des Todes von Auguste Renoir (1841 – 1919)
Am Sonntag, dem 3. Dezember 2019, jährt sich zum 100. Mal der Todestag eines der größten Künstler der Welt, Pierre-Auguste Renoir. Wir vermissen ihn so sehr!
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Berthe Morisot
Der untenstehende Text ist ein Auszug aus dem Impressionismus von Nathalia Brodskaya, herausgegeben von Parkstone International. Eine Frau, die malt, war um die Mitte des 19. Jahrhunderts eine seltene Erscheinung, und in den Kreisen, die die offizielle Kunst ablehnten, etwas ganz Außergewöhnliches. Berthe Morisot nahm an den meisten Ausstellungen der Impressionisten teil. Ihr „sehr schöner Platz mitten unter den anderen Impressionisten“ (Venturi Bd. 2, S. 320) fand bei der Kritik eine Anerkennung, in die sich nicht wenig französische Galanterie mischte. Georges Rivière zum Beispiel fand ihr Talent „so reizend und so weiblich“ und urteilte: „Ihr Auge ist von außerordentlicher Sensibilität“ (ebd., S. 319). Und Philippe Burty schätzte den Reiz ihres Werks so…
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BONNARD – Farbiges Gedächtnis
Im Oktober 1947 veranstaltete das Musée de l’Orangerie in Paris eine postume Ausstellung der Werke von Pierre Bonnard. Gegen Ende desselben Jahres erschien in der einflussreichen Zeitschrift “Cahiers d’Art” auf der ersten Seite eine Besprechung, verfasst vom Herausgeber, Christian Zervos. Die provokative Überschrift lautete: “Ist Pierre Bonnard ein großer Maler?”. Im ersten Abschnitt verleiht Zervos seinem Erstaunen über den großen Umfang der Exposition Ausdruck, kannte man doch bisher Bonnard nur aufgrund von seltenen und eher bescheidenen Ausstellungen. Er sei, so sagt Zervos, von der Ausstellung enttäuscht, die Werke seien es nicht wert, dass ihnen eine umfassende Ausstellung gewidmet würde. “…Vergessen wir nicht, dass Bonnards Anfänge vom wunderbaren Licht des Impressionismus…
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Monet – Clemenceau (part 2)
You can read part 1 here. When Monet was in Paris he could most often be found in his favourite district on the right bank near the railway station of Saint-Lazare. These were familiar haunts for Monet, as he used to arrive here from Le Havre and leave from here when travelling out into the environs of Paris. He covered canvas after canvas here, creating in the first cycle of his career Saint-Lazare Station (1877). The theme of the railway was not a new one in European art. The views of Saint-Lazare station and his landscapes of Montgeron were Monet’s major contributions to the Third Impressionist Exhibition, but neither the…
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Monet – Clemenceau
The exhibition file illustrates the links that existed between Claude Monet (1840-1926) and Georges Clemenceau (1841-1929), both from a personal point of view and against the background of the First World War and artistic creation. The exhibition will focus mainly on the Great Decorations project of the Water Lilies in the Musée de l’Orangerie, a work that crystallises the links and ambitions of the two men, with the aim of bringing together art and nation at a crucial moment in history. Numerous portraits of Monet have survived — self-portraits, the works of his friends (Manet and Renoir among others), photographs by Carjat and Nadar — all of them reproducing his…
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Édouard Manet für Geeks: Un Bar aux Folies-Bergère als Manga
Wir sind es gewohnt, Gemälde anzublicken. Was bleibt uns auch übrig? Weniger gewohnt sind wir es, dass die Gemälde unseren Blick erwidern. Édouard „Don’t Call Me Monet“ Manets Kunst tut das unverhohlen. Sie stiert zurück. Meine persönliche Favoritin unter den Manet’schen Blickerwiderern ist die Frau hinter der Theke in Manets letztem großen Werk, Un Bar aux Folies-Bergère (dt. Eine Bar im Folies-Bergère, 1882). In einer japanischen Neuveröffentlichung wurde sie kürzlich im Manga-Look wiederbelebt. Was unterscheidet das Meisterwerk von der Manga-Version? Suzon, Manets Modell, das tatsächlich im titelgebenden Varietétheater ‚Les Folies-Bergère‘ arbeitete, ist also zu einer Manga-Schönheit geworden, deren Dekolletee genretypisch nicht gerade subtil in Szene gesetzt ist… Den sexuellen Unterton…
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Claude Monets Seerosen – Traumhaft oder Grauenhaft?
Claude Monet ist neben Pablo Picasso einer der bekanntesten und beliebtesten Künstler unserer Zeit. „Das ist wie ein Monet“ oder „Das ist ein echter Picasso.“ ist in unserer Sprache fest verankert, sodass diese Ausdrücke auch Nicht-kunstinteressierten bekannt sind. Doch was lässt ihn sich abheben von den vielen anderen, talentierten Künstlern? Ist Monet nicht viel zu überschätzt? In meiner Zeit in München erfuhr ich aus erster Hand die Wirkung von Monets berühmten Seerosen: In der Pinakothek der Moderne beginnt eine Tour im ersten, großen Hauptsaal, indem Monets Bild „Seerosen“ (um 1915 in Giverny entstanden) in monumentaler Größe auf der rechten Hauptwand zu sehen ist, platziert neben Max Klingers Plastik „Elsa Asenijeff“…
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Koitieren, cloisonnieren, mal nach Bremen fahren
„So, und jetzt bitte mal husten.“ Woran denkt ihr? Richtig, Militärdienst! Diese hier aus Gründen des Jugendschutzes (es sind Hoden involviert!) nur angedeutete Anekdote wird mit meiner Generation aussterben. Um den Wehrdienst ist es nicht schade. Um den Zivildienst vielleicht schon irgendwie ein ganz kleines bisschen. Zum Ende des 19. Jahrhunderts jedenfalls entschied man in Frankreich per Los, wer eingezogen wurde. Ein gewisser Émile Bernard war 1888 unter den Glücklichen, sodass ihm sein Mentor Vincent van Gogh eines schönen Tages schrieb: „… iss gut, mache den Militärdienst gut, koitiere nicht zu viel.“ Ein Satz, den man gerne einmal selber unter einen Brief setzen würde, und ein Beweis dafür, dass im…
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500 Jahre europäische Kunst
Kunst ist immer als Spiegel ihrer Zeit zu verstehen. Sie reflektiert Bewegungen, bildet Strömungen ab und prägt ganze Epochen. Die gesamte Geistesgeschichte mit all ihren Umbrüchen manifestiert sich in den verschiedensten Ausprägungen der Kunst. In ihr bricht sich aber auch immer wieder das Licht der Kreativität, wodurch Neues geschaffen wird, das wiederum auf reale Ereignisse maßgeblich Einfluss nehmen kann. Jedes Zeitalter hat dabei seine eigenen Stile und Techniken hervorgebracht. Geniale Meister waren zwar immer die Kinder ihrer Zeit, gleichzeitig waren sie aber ihrer Zeit auch weit voraus. Vor allem am Anfang des mehr als fünfhundertjährigen Zeitraums vom Beginn der italienischen Renaissance bis ins frühe 20. Jahrhundert halfen Universalgelehrte wie Leonardo…
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Der Meister des Lichts
Eine Stimmung einzufangen, diese so genau wie möglich wiederzugeben oder sie sogar noch zu verstärken – so könnte man einen der Hauptaspekte des Impressionismus beschreiben. Claude Monet, der vielleicht größte der Impressionisten, widmete sich in seinem Gesamtwerk häufig wiederkehrenden oder sich wiederholenden Motiven. Auch wenn er auf den ersten Blick immer das Gleiche gemalt zu haben scheint, öffnet sich dem menschlichen Auge nach einer längeren Zeit des Betrachtens seiner Bilder eine neue Welt. Wer sich intensiver mit den Werken Monets beschäftigt, erkennt, wie besessen der Maler von der Kraft des Lichts gewesen sein muss. In seinen Serien trieb Monet das Ganze endgültig auf die Spitze. Auf den gezeigten Bildern aus…




























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