-
Emotionen durch einzigartige Farben und Formen in Wassily Kandinskys abstrakter Kunst
Der russische Maler Wassily Kandinsky (1866-1944) gilt als einer der Ersten, die sich auf das Feld der abstrakten Kunst gewagt haben. Trotz negativer Reaktionen einiger Kollegen bestand er darauf, sein Innenleben mithilfe der Abstraktion darzustellen.
-
Bonnard und die Nabis – Das Gemälde eines rebellischen postimpressionistischen Künstlers
Bonnard, Vuillard, Roussel, und Denis, die bekanntesten Vertreter der Nabis-Gruppe, revolutionierten den Geist der dekorativen Techniken während einer der produktivsten Perioden der französischen Malerei. Beeinflusst von Odilon Redon, Puvis de Chavannes, der populären Volkskunst und japanischen Holzschnitten, waren diese Postimpressionisten vor allem eine Gruppe von Freunden, die dem gleichen kulturellen Umfeld angehörten. Jedoch gerät die innere Einheit der Gruppe des Öfteren durch den wachsenden Individualismus ins Wanken.
-
Bonnard and the Nabis – The painting of rebellious Post-Impressionist artist
Pierre Bonnard was the leader of a group of post-impressionist painters who called themselves the Nabis, from the Hebrew word meaning ‘prophet’. Bonnard, Vuillard, Roussel and Denis, the most distinguished of the Nabis, revolutionized the spirit of decorative techniques during one of the richest periods in the history of French painting.
-
Naive Kunst: „Nachfolger“ der primitiven Künste am Ende des 19. Jahrhunderts
Die naive Kunst wird in Frankreich durch Künstler wie Henri Rousseau, Séraphine de Senlis, André Bauchant und Camille Bombois vertreten. Sie hat aber auch in anderen Ländern namhafte Vertreter, etwa Joan Miró, Guido Vedovato, Niko Pirosmani und Ivan Generalic gefunden.
-
Marc Chagall – Leben und Werk
Der untenstehende Text ist ein Auszug aus dem Marc Chagall von Victoria Charles, herausgegeben von Parkstone International. Wieder einmal hat die Geschichte durch eine unerwartete Wendung in ein Men – schenleben schicksalhaft eingegriffen, und einem Verbannten, der im Exil gestor – ben ist, wird die Heimat wiedergeschenkt. Seit der Ausstellung seiner Werke, die 1987 im Staatlichen Puschkin-Museum in Moskau veranstaltet und vom Publikum begeistert begrüßt wurde, erlebt Marc Chagall eine Wiedergeburt im Lande seiner Herkunft. Es hat sich nun der sehnlichste Wunsch jenes originellsten Künstlers des 20. Jahrhunderts erfüllt – die Liebe „seines Rußlands“ hat er gewonnen. Seine auto biographische Erzählung Mein Leben, die mit der Schilderung seiner Abreise 1922 in…
-
BONNARD – Farbiges Gedächtnis
Im Oktober 1947 veranstaltete das Musée de l’Orangerie in Paris eine postume Ausstellung der Werke von Pierre Bonnard. Gegen Ende desselben Jahres erschien in der einflussreichen Zeitschrift “Cahiers d’Art” auf der ersten Seite eine Besprechung, verfasst vom Herausgeber, Christian Zervos. Die provokative Überschrift lautete: “Ist Pierre Bonnard ein großer Maler?”. Im ersten Abschnitt verleiht Zervos seinem Erstaunen über den großen Umfang der Exposition Ausdruck, kannte man doch bisher Bonnard nur aufgrund von seltenen und eher bescheidenen Ausstellungen. Er sei, so sagt Zervos, von der Ausstellung enttäuscht, die Werke seien es nicht wert, dass ihnen eine umfassende Ausstellung gewidmet würde. “…Vergessen wir nicht, dass Bonnards Anfänge vom wunderbaren Licht des Impressionismus…
-
Koitieren, cloisonnieren, mal nach Bremen fahren
„So, und jetzt bitte mal husten.“ Woran denkt ihr? Richtig, Militärdienst! Diese hier aus Gründen des Jugendschutzes (es sind Hoden involviert!) nur angedeutete Anekdote wird mit meiner Generation aussterben. Um den Wehrdienst ist es nicht schade. Um den Zivildienst vielleicht schon irgendwie ein ganz kleines bisschen. Zum Ende des 19. Jahrhunderts jedenfalls entschied man in Frankreich per Los, wer eingezogen wurde. Ein gewisser Émile Bernard war 1888 unter den Glücklichen, sodass ihm sein Mentor Vincent van Gogh eines schönen Tages schrieb: „… iss gut, mache den Militärdienst gut, koitiere nicht zu viel.“ Ein Satz, den man gerne einmal selber unter einen Brief setzen würde, und ein Beweis dafür, dass im…
-
Die Zukunft ist Schwarz!
Eine quadratische Fläche, komplett in Schwarz präsentierte der russische Avantgarde-Künstler Kasimir Malewitsch erstmals 1915 der Öffentlichkeit. Was für eine Sensation! Gleichzeitig löste das Bild aber auch Unverständnis und Ablehnung aus – konnte der Betrachter weder Gegenständliches noch Formen oder Linien in diesem Werk erkennen. Malewitsch hatte ein Gemälde erschaffen, dass sich von allem bisher Dagewesenen gelöst hatte und inmitten der Ereignisse des Ersten Weltkrieges eine dunkle Vorahnung auf die Zukunft implizieren sollte. Heute ist das Schwarze Quadrat auf weißem Grund von Malewitsch eine Ikone der modernen Malerei und in zahlreichen Kunstgeschichtsbüchern des 20. Jahrhunderts vertreten. Der Künstler selbst gedenkt Zeit seines Lebens wiederholt an sein Meisterwerk, wie in seinem Selbstporträt…
-
Flucht in die Abstraktion – Die Fantasielandschaften van Goghs und Kandinskys
„Je schreckensvoller diese Welt, desto abstrakter die Kunst“, notierte Paul Klee (1879-1940) ein Jahr nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs (1914-1918) in seinem Tagebuch. „Man verlässt die diesseitige Gegend und baut dafür hinüber in eine Jenseitige, die ganz ja sein darf“. Zur Entstehungszeit des Bildes Sternennachtbefand sich van Gogh in einer Nervenheilanstalt, das Gemälde ist nicht durch eine tatsächliche Nachtszene inspiriert. Die Farben widersprechen einer wirklichkeitsgetreuen Darstellung, die kreisförmigen und wellenartigen Formen, die flammenähnlich in den Himmel ragenden Baumkronen, die kleine Ortschaft mit den krummen Häusern und die dahinterliegende unregelmäßige Berglandschaft erzeugen eine chaotische, beunruhigende Dynamik. Ein romantischer, sternenbehangener Nachthimmel? Weit gefehlt! Sowohl Vincent van Gogh (1853-1890) als auch andere…

























You must be logged in to post a comment.